Samenspende vater kennenlernen

Samenspende
Contents:
  1. Ärzte müssen Unterlagen 30 Jahre lang aufbewahren
  2. Samenspender - "Das sind nicht meine Kinder"
  3. Samenspende: Kinder dürfen jetzt wissen, wer ihr Vater ist
  4. Vater statt Samenspender: Wie Co-Eltern zusammenfinden - schemwildakarlpi.ga

Januar bestätigt und gleichzeitig festgestellt, dass dieses nicht von einem bestimmten Alter abhängt siehe hierzu Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom Januar im Detail.

Ärzte müssen Unterlagen 30 Jahre lang aufbewahren

In der Folgezeit gab es einige weitere gleichlautende Urteile gegenüber Kliniken und Samenbanken. Einen ausdrücklichen formulierten Anspruch für Spenderkinder gegenüber dem behandelnden Arzt oder der Klinik gibt es nicht. Juli gezeugt werden, haben gegenüber dem Samenspenderregister bei dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information ein Recht auf Auskunft über den Samenspender.

Der allgemeine Auskunftsanspruch beruht nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Februar auf einer Einzelfallabwägung zwischen des Interessen des Spenderkindes, der Eltern, des Spenders und des Arztes. Die Interessenabwägung in diesem Urteil kann aber eine gewisse Allgemeingültigkeit beanspruchen 6 , da weder beim Spenderkind, noch beim Arzt oder dem Spender irgendwelche Besonderheiten bestanden, welche die Interessenabwägung ungewöhnlich beeinflussten.

Nach dem Urteil müssen die auf Seiten des Arztes und des Spenders tangierten Interessen hinter dem grundrechtlich besonders geschützten Interesse des Spenderkindes an der Kenntnis der Abstammung zurücktreten. Der Arzt und die Spender seien bereits deswegen weniger schutzbedürftig, weil sie die Folgen einer anonymen Samenspende im Vorhinein berücksichtigen und sich auf die mit dem Auskunftsverlangen eines hierdurch gezeugten Kindes für sie verbundenen Folgen einstellen konnten. Das Spenderkind hat dabei einen eigenen Auskunftsanspruch, für den es nicht auf die Einwilligung der Eltern ankommt.

Der Auskunftsanspruch setzt auch nicht voraus, dass das Spenderkind eine gesetzlich noch bestehende Vaterschaft eines anderen Mannes noch anfechten kann. Das Spenderkind kann also den Auskunftsanspruch ausüben und den rechtlichen Vater behalten. Der Arzt muss die Auskunft über den Spender auf eigene Kosten geben. Das Spenderkind muss keine Kostenübernahme zusagen oder die Kosten für die Nachforschungen übernehmen.

Der Arzt muss auch die Namen mehrerer in Frage kommender Spender mitteilen. Er ist dabei aber nicht zu eigenen Nachforschungen verpflichtet, wer der tatsächliche genetische Vater ist. Der Auskunftsanspruch gegenüber dem Samenspenderregister bei dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, den ab dem 1. Lebensjahr kann ein Spenderkind nur selbst die Auskunft beantragen, vor dem Lebensjahr können die Eltern als gesetzliche Vertreter Auskunft beanspruchen. Es gibt daher ebenso wie bei dem Auskunftsanspruch gegenüber dem Arzt oder der Klinik der Eltern kein Mindestalter für die Auskunftserteilung.


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Inwiefern es davon Gebrauch machen wird, steht noch nicht fest. Februar nicht direkt von dem Auskunftsanspruch des Kindes. Zuerst einmal muss der Arzt vor Gericht beweisen, dass die Unterlagen tatsächlich nicht mehr vorhanden sind. Dann ist die Auskunftserteilung über den Spender auch erst dann unmöglich, wenn die für die Auskunft benötigten Informationen auch nach einer umfassenden Recherche nicht mehr zu beschaffen sind. Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Recht in einem Urteil vom Es war jedoch schon seit mehreren Jahrzehnten herrschende juristische Meinung, dass es ein solches Recht gibt Verständnis und Entfaltung der Individualität sind aber mit der Kenntnis der für sie konstitutiven Faktoren eng verbunden.

Zu diesen zählt neben anderen die Abstammung. Sie legt nicht nur die genetische Ausstattung des Einzelnen fest und prägt so seine Persönlichkeit mit. Unabhängig davon nimmt sie auch im Bewusstsein des Einzelnen eine Schlüsselstellung für Individualitätsfindung und Selbstverständnis ein. Bei Individualitätsfindung und Selbstverständnis handelt es sich vielmehr um einen vielschichtigen Vorgang, in dem biologisch gesicherte Erkenntnisse keineswegs allein ausschlaggebend sind. Daher umfasst das Persönlichkeitsrecht auch die Kenntnis der eigenen Abstammung.

Es schützt aber vor der Vorenthaltung erlangbarer Informationen. Eine Vorenthaltung liegt zum Beispiel dann vor, wenn Samenbanken sich weigern, den Spenderkindern Auskunft über den Spender zu erteilen. Als Teil der Grundrechte muss das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung bei der Auslegung von Gesetzen berücksichtigt werden, da die Grundrechte eine objektive Werteordnung darstellen, die auf das gesamte Rechtssystem ausstrahlt.

Grundsätzlich kann nur das Spenderkind selbst dieses Recht geltend machen. Dem Jugendamt etc. Damit kann es nicht passieren, dass das Jugendamt den Anspruch für das Spenderkind geltend macht, um den Spender zu Unterhalt heranzuziehen. Nein, in Deutschland kann dem Spender rechtlich keine Anonymität zugesichert werden Februar Auch wenn in dem Vertrag der Wunscheltern mit der Klinik steht, dass das Kind keinen Anspruch hat zu erfahren, wer der Spender ist, ist eine solche Vereinbarung unwirksam!

Hierbei handelt es sich nicht um eine neue Entwicklung. Anonyme Samenspenden waren in Deutschland niemals erlaubt und Verträge mit den Eltern, die dem Spender Anonymität auch gegenüber dem Kind zusicherten, waren schon immer ungültig. Die Eltern können lediglich zusichern, dass sie selbst einverstanden sind, dass der Spender ihnen gegenüber anonym bleibt.

Samenspender - "Das sind nicht meine Kinder"

Damit verpflichten sie aber nur sich selbst. Verträge zu Lasten Dritter sind und waren schon immer im deutschen Zivilrecht grundsätzlich unzulässig. Datenschutz schützt nicht nur davor, dass Informationen weitergegeben werden. Datenschutz stellt genauso sicher, dass diejenigen Personen, die Anspruch auf bestimmte Informationen haben, auch Zugang zu diesen erhalten.

Es gibt vergleichbare Urteile bei durch One Night Stand gezeugten Kinder gegen Telekommunikationsunternehmen, wenn das Kind nur über die telefonischen Verbindungsdaten die Identität des Vaters erfahren kann Auch die ärztliche Schweigepflicht steht dem Auskunftsanspruch des Spenderkindes nicht entgegen.

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Insbesondere weisen die Richtlinien der deutschen Ärztekammer seit ausdrücklich darauf hin, dass durch Samenspende gezeugte Kinder einen Anspruch auf Bekanntgabe ihrer biologischen Väter haben Auf Anfragen von Spenderkindern antworten die Ärzte oft gar nicht. Alternativ behaupten sie, dass sie die Anonymität des Spenders schützen müssten, oder die Kinder besondere Gründe für ihren Wunsch nach Kenntnis des Spenders vorbringen müssten.

Diese Argumentation hält der Verein Spenderkinder für nicht zutreffend s. Es gibt aber noch keine Gerichtsentscheidung zur bis geltenden Aufbewahrungsdauer für Behandlungsunterlagen. Für Samenspenden, die ab dem 1.

Auskunft verweigert – Tochter klagt erfolg­reich

Juli durchgeführt werden und die zur Geburt eines Kindes führen, müssen Daten der Mutter und des Spenders an das Samenspenderregister bei dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information gemeldet werden. Seit gilt eine ausdrückliche Aufbewahrungsfrist von 30 Jahren Einige Ärzte behaupten jedoch, die Aufbewahrungsfrist von 30 Jahren gelte erst für die Behandlungen ab dem Jahr Ab dem 1.

Juli beträgt die Aufbewahrungsfrist Jahre für alle Daten zu Samenspenden, die vor Inkrafttreten des Samenspenderregistergesetzes festgehalten wurden und zum Zeitpunkt des Inkrafttreten des Gesetzes noch vorhanden sind. Zur Aufbewahrungspflicht für die Daten vor dem Jahr gibt es bislang keine gerichtlichen Entscheidungen s. Eine längere Aufbewahrung ist auch dann erforderlich, wenn sie nach ärztlicher Erfahrung geboten ist.

Die ärztliche Erfahrung hätte eine längere Aufbewahrung auch schon vor geboten. Der Deutsche Ärztetag hob die Einschätzung von Samenspenden als standeswidrig im Jahr zwar auf, betonte aber, dass er die Behandlung nicht empfehlen könne, da sie mit zahlreichen Problemen und insbesondere mit offenen rechtlichen Fragen belastet sei Dazu erklärte der damalige Justitiar der Bundesärztekammer, Dr.

Samenspende: Kinder dürfen jetzt wissen, wer ihr Vater ist

Wo sonst bekommt man eine umfassende Untersuchung, ohne dafür zahlen zu müssen? Ich wollte vor allem wissen, ob mit meinem Sperma alles in Ordnung ist, ob ich überhaupt Vater werden kann. Jetzt spende ich nicht mehr aus rein egoistischen Gründen. Das Geld und der Gesundheitscheck spielen natürlich weiterhin eine Rolle. Aber im Ernst, wer geht denn sonst zur Samenspende? Ich kenne niemanden. Ein einziges Mal habe ich einen anderen Spender getroffen und das war auf der Samenbank - er war zu spät zu seinem Termin erschienen. Die meisten meiner männlichen Freunde, mit denen ich über die Sache gesprochen habe, sind zwar neugierig.

Tatsächlich ausprobieren will es aber keiner.

Vater statt Samenspender: Wie Co-Eltern zusammenfinden - schemwildakarlpi.ga

Und Sie haben keine Angst, dass das passieren könnte? Die Vorsitzende des Vereins "Spenderkinder" hat von einem Gericht gerade das Recht zugesprochen bekommen, den Namen ihres Vaters erfahren zu dürfen. In Ungarn, wo ich etwa 18 Mal gespendet habe, wurde den Samenspendern grundsätzlich Anonymität garantiert. Als ich hier in Deutschland gehört habe, dass die Kinder den Namen ihres biologischen Vaters erfragen können, habe ich zunächst gezögert.

Aber es ist ja nicht so, dass das Kind dann tatsächlich gleich an der Haustür klingelt. Ich würde vorher benachrichtigt werden.